22.12.2025 -
Henkel+Henkel
Was über den Erfolg im Generationswechsel entscheidet
Übergabe ist mehr als ein Notartermin - Drei Erkenntnisse, die ausschlaggebend für den Erfolg oder das Scheitern im Generationswechsel sind.
In den kommenden Jahren steht in hunderten inhabergeführten Hotels ein Generationswechsel an. Was auf dem Papier wie ein juristischer Akt aussieht, ist in Wahrheit ein Prozess, der tief in die Seele eines Familienunternehmens hineinreicht. Denn übergeben wird nicht nur ein Betrieb. Übergeben werden Identität, Beziehungen und ein Lebenswerk.
„Viele Gespräche zur Nachfolge beginnen mit der Frage: Was ist mein Hotel wert?", sagt Jochen Henkel, Finanzexperte bei Henkel + Henkel in München. „Das ist wichtig. Aber es ist nicht die erste Frage. Die erste Frage lautet: Was soll hier eigentlich weitergegeben werden? An wen? Und was davon trägt in die Zukunft?"
Aus der Begleitung zahlreicher Hoteliersfamilien haben die Wachstumsbegleiter Gabriele und Jochen Henkel drei Erkenntnisse gewonnen, die über Gelingen oder Scheitern eines Generationswechsels entscheiden.
Erkenntnis 1: Die nächste Generation will Unternehmertum anders leben
Die meisten Nachfolgenden sind jung, haben kleine Kinder und eine klare Vorstellung davon, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Und diese Vorstellung unterscheidet sich oft grundlegend von dem, was sie selbst als Kind im Hotel der Eltern erlebt haben. Sie wollen Gastgeber sein, nicht Feuerwehr. Sie wollen Unternehmer sein, die gestalten und nicht von operativen und administrativen Aufgaben erschlagen werden. Sie wollen Zeit für Familie und für sich selbst.
„Viele Nachfolgende kommen zu uns und sagen: Ich will das Hotel, aber nicht so, wie meine Eltern es gelebt haben", sagt Gabriele Henkel, systemische Organisationsberaterin. „Das ist kein Widerspruch. Aber es braucht Klarheit. Klarheit über das eigene Setting. Was ist meine Rolle als Unternehmerin? Was als Gastgeberin? Was als Mutter? Und wie viel Raum brauche ich für mich selbst?"
Erkenntnis 2: Entlastung durch eine führungsstarke zweite Ebene
Der häufigste Wunsch, den Nachfolgende äußern: Ich will, dass meine Führungskräfte tatsächlich führen. Dass sie den operativen Alltag tragen, Entscheidungen eigenständig treffen und das Team im Sinne des Hauses führen. Unserer Unternehmenskultur entsprechend und wirtschaftlich erfolgreich.
„Die Frage ist nicht, ob Führungskräfte führen können", sagt Jochen Henkel. „Die Frage ist, ob sie es dürfen. Und ob sie wissen, was von ihnen erwartet wird. Im alten System waren oft die Senioren der Dreh und Angelpunkt. Alles lief über sie. Die Führungskräfte haben zugearbeitet. Das muss sich ändern. Und dieser Wandel passiert nicht von allein."
Gabriele Henkel ergänzt: „Die Führungskräfte müssen in den Wechsel miteinbezogen werden. Das braucht Gespräche, Rollenklärung und oft auch die Frage: Wer kann diesen Weg mitgehen? Und wer vielleicht nicht?"
Erkenntnis 3: Der Weg braucht Klarheit, Struktur und Sparring
Viele Nachfolgende wissen, was sie wollen: Ein anderes Unternehmertum, ein starkes Führungsteam und mehr persönlichen Freiraum. Aber sie wissen nicht, wie sie dahin kommen. In welcher Reihenfolge? Mit welchen Schritten? Mit welchen Worten?
„Das sind keine strategischen Fragen", sagt Gabriele Henkel. „Das sind ganz konkrete Schritte. Wie kommuniziere ich dem Team, dass sich etwas ändert? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wen spreche ich zuerst an? Und was sage ich genau? Diese Fragen klingen klein. Aber an ihnen entscheidet sich, ob ein Wandel gelingt oder scheitert."
Von innen nach außen
„Ein Generationswechsel ist kein Problem, das gelöst werden muss", sagt Gabriele Henkel. „Er ist ein Wirkraum. Ein Raum, in dem das Alte gewürdigt wird, das Neue entstehen kann und beide Generationen gemeinsam Zukunft gestalten. Das braucht Klarheit. Nicht irgendwann, sondern jetzt.
Nicht abstrakt, sondern konkret. Nicht allgemein, sondern für genau dieses Hotel, genau diese Familie, genau dieses Team."
„Viele Gespräche zur Nachfolge beginnen mit der Frage: Was ist mein Hotel wert?", sagt Jochen Henkel, Finanzexperte bei Henkel + Henkel in München. „Das ist wichtig. Aber es ist nicht die erste Frage. Die erste Frage lautet: Was soll hier eigentlich weitergegeben werden? An wen? Und was davon trägt in die Zukunft?"
Aus der Begleitung zahlreicher Hoteliersfamilien haben die Wachstumsbegleiter Gabriele und Jochen Henkel drei Erkenntnisse gewonnen, die über Gelingen oder Scheitern eines Generationswechsels entscheiden.
Erkenntnis 1: Die nächste Generation will Unternehmertum anders leben
Die meisten Nachfolgenden sind jung, haben kleine Kinder und eine klare Vorstellung davon, wie sie ihr Leben gestalten wollen. Und diese Vorstellung unterscheidet sich oft grundlegend von dem, was sie selbst als Kind im Hotel der Eltern erlebt haben. Sie wollen Gastgeber sein, nicht Feuerwehr. Sie wollen Unternehmer sein, die gestalten und nicht von operativen und administrativen Aufgaben erschlagen werden. Sie wollen Zeit für Familie und für sich selbst.
„Viele Nachfolgende kommen zu uns und sagen: Ich will das Hotel, aber nicht so, wie meine Eltern es gelebt haben", sagt Gabriele Henkel, systemische Organisationsberaterin. „Das ist kein Widerspruch. Aber es braucht Klarheit. Klarheit über das eigene Setting. Was ist meine Rolle als Unternehmerin? Was als Gastgeberin? Was als Mutter? Und wie viel Raum brauche ich für mich selbst?"
Erkenntnis 2: Entlastung durch eine führungsstarke zweite Ebene
Der häufigste Wunsch, den Nachfolgende äußern: Ich will, dass meine Führungskräfte tatsächlich führen. Dass sie den operativen Alltag tragen, Entscheidungen eigenständig treffen und das Team im Sinne des Hauses führen. Unserer Unternehmenskultur entsprechend und wirtschaftlich erfolgreich.
„Die Frage ist nicht, ob Führungskräfte führen können", sagt Jochen Henkel. „Die Frage ist, ob sie es dürfen. Und ob sie wissen, was von ihnen erwartet wird. Im alten System waren oft die Senioren der Dreh und Angelpunkt. Alles lief über sie. Die Führungskräfte haben zugearbeitet. Das muss sich ändern. Und dieser Wandel passiert nicht von allein."
Gabriele Henkel ergänzt: „Die Führungskräfte müssen in den Wechsel miteinbezogen werden. Das braucht Gespräche, Rollenklärung und oft auch die Frage: Wer kann diesen Weg mitgehen? Und wer vielleicht nicht?"
Erkenntnis 3: Der Weg braucht Klarheit, Struktur und Sparring
Viele Nachfolgende wissen, was sie wollen: Ein anderes Unternehmertum, ein starkes Führungsteam und mehr persönlichen Freiraum. Aber sie wissen nicht, wie sie dahin kommen. In welcher Reihenfolge? Mit welchen Schritten? Mit welchen Worten?
„Das sind keine strategischen Fragen", sagt Gabriele Henkel. „Das sind ganz konkrete Schritte. Wie kommuniziere ich dem Team, dass sich etwas ändert? Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wen spreche ich zuerst an? Und was sage ich genau? Diese Fragen klingen klein. Aber an ihnen entscheidet sich, ob ein Wandel gelingt oder scheitert."
Von innen nach außen
„Ein Generationswechsel ist kein Problem, das gelöst werden muss", sagt Gabriele Henkel. „Er ist ein Wirkraum. Ein Raum, in dem das Alte gewürdigt wird, das Neue entstehen kann und beide Generationen gemeinsam Zukunft gestalten. Das braucht Klarheit. Nicht irgendwann, sondern jetzt.
Nicht abstrakt, sondern konkret. Nicht allgemein, sondern für genau dieses Hotel, genau diese Familie, genau dieses Team."