Denise Gru
Die einen fordern Produktivität, die anderen Performance – und alle wollen Sauberkeit. Drei Best Practices aus meiner Praxis, die allen Hoteliers entgegenkommen.
Hotels stehen im Wettbewerb um Gäste, die hohe Erwartungen an Sauberkeit, Verlässlichkeit und funktionale Zimmer haben. Studien zeigen, dass für über 70 % der Hotelgäste Sauberkeit und Hygiene entscheidend sind – noch vor Lage oder Preis. Business- und Tagungsgäste erwarten zudem reibungslose Abläufe, gepflegte Arbeitsmittel und Zimmer, die zuverlässig vor Veranstaltungsbeginn bezugsfertig sind. Housekeeping trägt diesen Anspruch täglich – und genau deshalb wirken Unterschiede in Vorbereitung, Rollenverteilung und Methodik so stark.
Im Housekeeping entscheidet nicht der Zeitdruck darüber, wie gut ein Tag gelingt, sondern die Art und Weise, wie Teams arbeiten.
1. Vorbereitung: 60 % Planung, 40 % „Wahnsinn“ :
Wir vergleichen die Arbeitsweise von zwei Mitarbeitenden, Lisa und Toni. Lisa startet mit Durchblick, gefülltem Etagenwagen, sortierten Lappen, vorbereiteten Reinigungsmitteln. Sie versteht ihre Traces und weiß, welche Zimmer sie in welcher Reihenfolge angeht. Toni startet motiviert – doch fehlt es ihm an fachlicher Orientierung. Er entscheidet situativ, statt methodisch, und verliert genau dort Zeit und Qualität, wo ihm Struktur und Reinigungskompetenz fehlen. Die Beispiele zeigen, wie stark Vorbereitung bestimmt, wie produktiv wir arbeiten – und wie wir uns dabei fühlen. Die einen schaffen ihr Pensum, weil sie vorbereitet sind. Die anderen schaffen weniger, weil ihnen ein verlässlicher Ablauf fehlt.
Vorbereitung entscheidet über Produktivität – und macht auch „Wahnsinniges“ planbar. Ich fahre gut, wenn ich alles Vorbereitbare im Housekeeping tatsächlich vorbereite. Das ist erstaunlich viel – lesen Sie dazu meinen aktuellen Newsletter auf LinkedIn.
2. Übersehenes Potenzial der stellvertretenden Hausdame:
Eine stellvertretende Hausdame, die ich aktuell begleite, zeigt dieses Muster deutlich. Seit zehn Jahren stabilisiert sie die Operative: Dienstpläne absichern, neue Kolleginnen einarbeiten, Bestände prüfen, Reklamationen auffangen. Vier Hausdamen hat sie kommen und gehen sehen. Sie übernimmt längst Führungsaufgaben – offiziell jedoch ohne strategische Verantwortung. Hier gehen wertvolle Ressourcen verloren. Wissen bleibt ungenutzt. Wertschätzung bleibt aus.
Stabiles Housekeeping entsteht, wenn Entwicklungspotenzial bewusst beachtet und entwickelt wird.
3. Die drei Reinigungsprinzipien: einfache Regeln, große Wirkung:
• 360-Grad-Prinzip: im Raum logisch im Kreis arbeiten – statt Zickzack
• Top-down-Prinzip: von oben nach unten reinigen (Schwerkraft folgen)
• Clean-to-dirty-Prinzip: von sauber zu schmutzig arbeiten, mit Handschuhwechsel/Händewaschen beim Wechsel zurück zu sauber
Auswirkung: Wer diese Prinzipien täglich anwendet, führt ein stabil arbeitendes Team, das bedarfsgerecht und zielgerichtet arbeitet – unabhängig davon, wer Dienst hat. Diese Stabilität entsteht, weil die Prinzipien logisch aufgebaut sind: Sie folgen dem Raum, der Schwerkraft und der hygienischen Reihenfolge. Werden sie nicht nur gekannt, sondern geübt, geprüft und weiterentwickelt, greifen sie zuverlässig.
Bei meinen IST-Analysen vor Ort sehe ich, dass diese Reinigungsprinzipien in 8 von 10 Hotels nur teils bis gar nicht bekannt sind – geschweige denn täglich umgesetzt werden.
Anhand dieser drei Beispiele mache ich deutlich, wie im Housekeeping Sauberkeit, Performance und Produktivität wachsen können: wenn Mitarbeitende Orientierung haben, ihre Rolle entwickeln können und die Logik der Reinigung verstanden wird. Hoteliers können diese Themen direkt beeinflussen: mit klaren Abläufen, echter Rollenentwicklung und Standards, die verstanden werden, logisch und täglich umsetzbar sind.
Wer Stabilität im Housekeeping schaffen möchte, sollte bei drei Fragen: ansetzen:
1. Arbeiten meine Teams nach einer logischen Reihenfolge?
2. Hat mein Team echte Entwicklungschancen?
3. Kennen alle die Prinzipien, die Qualität, Geschwindigkeit und Hygiene bestimmen?
Wenn diese drei Ebenen greifen, gewinnt das gesamte Haus – operativ, wirtschaftlich und menschlich.
Im Housekeeping entscheidet nicht der Zeitdruck darüber, wie gut ein Tag gelingt, sondern die Art und Weise, wie Teams arbeiten.
1. Vorbereitung: 60 % Planung, 40 % „Wahnsinn“ :
Wir vergleichen die Arbeitsweise von zwei Mitarbeitenden, Lisa und Toni. Lisa startet mit Durchblick, gefülltem Etagenwagen, sortierten Lappen, vorbereiteten Reinigungsmitteln. Sie versteht ihre Traces und weiß, welche Zimmer sie in welcher Reihenfolge angeht. Toni startet motiviert – doch fehlt es ihm an fachlicher Orientierung. Er entscheidet situativ, statt methodisch, und verliert genau dort Zeit und Qualität, wo ihm Struktur und Reinigungskompetenz fehlen. Die Beispiele zeigen, wie stark Vorbereitung bestimmt, wie produktiv wir arbeiten – und wie wir uns dabei fühlen. Die einen schaffen ihr Pensum, weil sie vorbereitet sind. Die anderen schaffen weniger, weil ihnen ein verlässlicher Ablauf fehlt.
Vorbereitung entscheidet über Produktivität – und macht auch „Wahnsinniges“ planbar. Ich fahre gut, wenn ich alles Vorbereitbare im Housekeeping tatsächlich vorbereite. Das ist erstaunlich viel – lesen Sie dazu meinen aktuellen Newsletter auf LinkedIn.
2. Übersehenes Potenzial der stellvertretenden Hausdame:
Eine stellvertretende Hausdame, die ich aktuell begleite, zeigt dieses Muster deutlich. Seit zehn Jahren stabilisiert sie die Operative: Dienstpläne absichern, neue Kolleginnen einarbeiten, Bestände prüfen, Reklamationen auffangen. Vier Hausdamen hat sie kommen und gehen sehen. Sie übernimmt längst Führungsaufgaben – offiziell jedoch ohne strategische Verantwortung. Hier gehen wertvolle Ressourcen verloren. Wissen bleibt ungenutzt. Wertschätzung bleibt aus.
Stabiles Housekeeping entsteht, wenn Entwicklungspotenzial bewusst beachtet und entwickelt wird.
3. Die drei Reinigungsprinzipien: einfache Regeln, große Wirkung:
• 360-Grad-Prinzip: im Raum logisch im Kreis arbeiten – statt Zickzack
• Top-down-Prinzip: von oben nach unten reinigen (Schwerkraft folgen)
• Clean-to-dirty-Prinzip: von sauber zu schmutzig arbeiten, mit Handschuhwechsel/Händewaschen beim Wechsel zurück zu sauber
Auswirkung: Wer diese Prinzipien täglich anwendet, führt ein stabil arbeitendes Team, das bedarfsgerecht und zielgerichtet arbeitet – unabhängig davon, wer Dienst hat. Diese Stabilität entsteht, weil die Prinzipien logisch aufgebaut sind: Sie folgen dem Raum, der Schwerkraft und der hygienischen Reihenfolge. Werden sie nicht nur gekannt, sondern geübt, geprüft und weiterentwickelt, greifen sie zuverlässig.
Bei meinen IST-Analysen vor Ort sehe ich, dass diese Reinigungsprinzipien in 8 von 10 Hotels nur teils bis gar nicht bekannt sind – geschweige denn täglich umgesetzt werden.
Anhand dieser drei Beispiele mache ich deutlich, wie im Housekeeping Sauberkeit, Performance und Produktivität wachsen können: wenn Mitarbeitende Orientierung haben, ihre Rolle entwickeln können und die Logik der Reinigung verstanden wird. Hoteliers können diese Themen direkt beeinflussen: mit klaren Abläufen, echter Rollenentwicklung und Standards, die verstanden werden, logisch und täglich umsetzbar sind.
Wer Stabilität im Housekeeping schaffen möchte, sollte bei drei Fragen: ansetzen:
1. Arbeiten meine Teams nach einer logischen Reihenfolge?
2. Hat mein Team echte Entwicklungschancen?
3. Kennen alle die Prinzipien, die Qualität, Geschwindigkeit und Hygiene bestimmen?
Wenn diese drei Ebenen greifen, gewinnt das gesamte Haus – operativ, wirtschaftlich und menschlich.
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